Reise blog von Travellerspoint

Im Paradies - Malediven


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo ihr Lieben :)
wir sind inzwischen wieder zu Hause angekommen, haben zwei schlaflose Nächte nachgeholt, die Koffer ausgepackt und die Souvenirs vorgeführt. Nun möchte ich euch noch über unsere letzte Woche auf den Malediven berichten. Kurz gesagt, die Inseln sind wirklich so wunderschön und paradiesisch, wie man es immer auf Fotos oder im Fernsehen sieht. Wenn man von oben aus dem Flugzeug auf die Malediven herabschaut, könnte man die aneinandergereihten Inseln leicht mit einer Perlenkette vergleichen, womit auch der Name "Malediven" übersetzt wird. Die hellblau umrandeten Inseln bilden Inselgruppen, auch Atolle genannt, die von der Hauptstadt Malé mit dem Speedboot, der Fähre oder mit einem kleinen Wasserflugzeug (welches die Millionäre bevorzugen) erreicht werden können. Mein erster Eindruck von diesem Staat war, dass er wirklich exotisch, mehr entwickelt als Sri Lanka aufgrund des Tourismus und irgendwie auch lustig ist. Es gibt eine eigene Insel für den Flughafen und die Hauptstadt Malé beansprucht ebenso eine kleine Insel für sich, wo es deutlich beschäftigter zugeht, als auf den sogenannten Local Islands, die wir für unsere Woche wählten. Wir entschieden uns für die Insel Thoddoo, die zwar etwas weiter von Malé entfernt ist, aber als eine der schönsten gilt. Außer den Local Islands, der Flugzeug-Insel und Malé gibt es noch die Resorts, die euch wahrscheinlich von Fotos bekannt sind. Diese 5-Sterne-Hotels beanspruchen jeweils wieder eine ganze Insel für sich und wir sahen Bungalows ins hellblaue Wasser hineinragen. Wir entschieden uns jedoch nicht nur wegen des Geldes dagegen, sondern auch um mehr Einblick in das Leben der Einwohner zu bekommen. In so einem Resort ist man nämlich nur unter Touristen und man lernt das Land (oder die Insel) kaum richtig kennen, man bekommt keinen Kontakt zu den Einwohnern und deren Kultur. Das Leben auf unserer Insel war wirklich entspannt und einfach nur ruhig, genau das, was wir nach 3,5 Wochen Reise durch Sri Lanka brauchten. Es gab dort drei kleine Restaurants, zwei mini Supermarkets, mehrere Gasthäuser, zwei Moscheen, eine Schule und eine Tauch-Schule. Die männlichen Einwohner sind damit beschäftigt zu fischen oder einfach im Restaurant zu sitzen und sich mit Freunden auszutauschen. Die Frauen dagegen sind für die Erziehung der Kinder zuständig und Zeit spielt ohnehin keine Rolle. Da es keine gepflasterten Straßen gibt, sondern nur fester Sand, wird dort nur mit Motorrädern umhergefahren, obwohl man die Insel auch zu Fuß in 20 Minuten umrunden kann. Thoddoo ist außerdem für den Obst- und Gemüseanbau bekannt, was wir sehen konnten, als wir zum Strand liefen.
Unser Strand lag größtenteils zum Glück im Schatten aufgrund der Palmen, zwischen denen auch manche Hängematten gespannt wurden. Da die Wellen schon vor dem Korallenriff brechen, kommt man sich im Meer beinahe wie im Schwimmbad vor. Das Meer ist so glasklar und hellblau, was daran liegt, dass der weiße Sand gar kein Sand ist, sondern Reste der Korallen. Aber man fühlt zwischen den Zehen gar keinen Unterschied.
Bald hatte sich ein fester Tagesrhythmus bei uns eingependelt: Um 9 Uhr Frühstück (mit Thunfisch gefüllte Tortillas), dann zum Strand, dort bis 18 Uhr schlafen, Bücher lesen oder sich im Meer erfrischen, zum Abendessen dann frisch gegrillter köstlicher Fisch. Am Donnerstag planten wir mit mit Mason, dem Tauchlehrer einen Trip mit einem kleinen Boot. Zusammen fuhren wir eine Stunde zu einem Korallenriff vor einer anderen Insel, wo ich mich in die Tiefen der Unterwasserwelt wagte. Dieser erste Tauchgang in meinem Leben erforderte wirklich Überwindung. Aber nach einer kleinen Panikattacke am Anfang war es dann wirklich eine der besten Erlebnisse dieser Reise. Das Korallenriff ragt wie eine Wand hinunter in die dunklen Tiefen des Meeres (Mason sagte, es seien 20 Meter) und schillert in bunten Farben, so wie ich es zuvor noch niemals gesehen hatte. Bunte Fische schwammen so nah an mir vorbei, so als würden sie mich ebenfalls für einen Fisch halten. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte, zu den Fischen, dem Riff, zu einer Krake, die sich mit den Armen an eine Koralle klammerte oder zu den Riffhaien, die weit unter uns schwammen. Aber trotzdem blieb die ganzen 45 Minuten das unwohle, beklemmende Gefühl so weit unter Wasser zu sein. Man kann sich das kaum vorstellen oder beschreiben, man muss es einfach selbst erleben. Anschließend fuhren wir mit dem Boot weiter zu einer Sandbank, was auch wirklich cool war! Eine Bank aus weißem "Sand" ragt in das hellblaue Wasser hinein. Darauf zu laufen ist wirklich ein lustiges Gefühl, rechts und links von dir Meer, das hin und wieder ein wenig über die Sandbank schwappt. Man denkt, man läuft direkt auf dem Meer, dem Horizont entgegen. Weiter ging es dann, um noch ein wenig zu schnorcheln. Wieder sahen wir Riffhaie, aber leider keine Mantas. Doch das Gefühl wie beim Tauchen kommt beim Schnorcheln nicht auf. Man ist nicht mitten im Leben der Fische, man schaut nur von Oben auf sie herab.
Und schon neigte sich die Woche dem Ende zu. In der Nacht zum Sonntag nahmen wir die Fähre nach Malé und besichtigten am Tag die kleine Stadt. Wir liefen zur 600 Jahre alten Moschee, zum Islamischen Zentrum, durch Souvenirshops und durch den Obst- und Gemüsemarkt, wo wir exotische Snacks probierten und durch den Fischmarkt, wo man Fisch aller Größen und Arten erwerben kann. Am Meer entlang, durch den kleinen Hafen, umrundeten wir die Insel und fuhren am Abend mit der Fähre zum Flughafen, um das Paradies zurückzulassen und diesen Urlaub zu beenden.

Zum Schluss kann ich sagen, dass Sri Lanka wirklich ein wunderschönes exotisches Land zum Besichtigen ist und um abwechslungsreiche Dinge zu erleben. Auch unsere hohen Erwartungen von den Malediven wurden nicht enttäuscht, aber eine Woche Nichtstun reicht vollkommen aus. :)
Diese Reise war ein voller Erfolg. Es hat alles geklappt, wie wir es wollten und wir haben super Erfahrungen gemacht und tolle Sachen erlebt. Mal sehen, wo es uns nächstes Jahr hinverschlägt.

Bis zum nächsten Jahr, eure Franzi

received_1760717164201569.jpeg

received_1760717127534906.jpeg

received_1760717130868239.jpeg
Eine Resort-Island

received_1760717134201572.jpeg

received_1760717140868238.jpeg
Die Sandbank

received_1760717144201571.jpeg

received_1760717150868237.jpeg

received_1760717157534903.jpeg

received_1760717160868236.jpeg

received_1760717114201574.jpeg

received_1760717117534907.jpeg

received_1758986157708003.jpeg

received_1760717120868240.jpeg

received_1760717124201573.jpeg
Unser Frühstück

In Male:
received_1760717040868248.jpeg
Die alte Moschee

received_1760717054201580.jpeg
Die neue Moschee

received_1760717050868247.jpeg
Sitz der Regierung

received_1760717057534913.jpeg

received_1760717074201578.jpeg

received_1760717084201577.jpeg
Fischmarkt

received_1760717107534908.jpeg

received_1760717097534909.jpeg
Obst- und Gemüsemarkt

Eingestellt von franzijacob 10:54 Kommentare (0)

Am Ende von Sri Lanka


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo ihr Lieben! :)
ich melde mich nun aus der Stadt Jaffna, die letzte Stadt, die wir in unserer Sri-Lanka-Reise ansteuerten.
Den letzten Donnerstag verbrachten wir noch in Anuradhapura, wo wir uns für den ganzen Tag ein Tuk-Tuk + Fahrer mieteten, um durch die "Old Town", also durch Ruinen zu fahren. Eine Fahrradtour bei dieser Hitze und ohne Gangschaltung wollte ich mir dieses Mal nicht mehr antun. Wir fuhren durch die Ruinen des ältesten Klosters Sri Lankas, das Maha Vihara, durch die Königszitadelle und den Königspalast und durch kleinere Klosteranlagen. Es waren jedoch kaum noch Reste vom Palast zu sehen, weil er damals nach einer indischen Tradition aus Holz gebaut wurde. Weiter ging es dann zu den Anlegern des Bodhibaums, worunter Buddha vor 200 Jahren die Erleuchtung erlangt haben soll. Anuradhapuras bedeutenste Stupa ragt 200 Meter entfernt 55 Meter in die Höhe. Auffällig schneeweiß vor dem blauen Himmel wird sie aus einer Wand aus Elefanten umgeben und sieht wirklich wunderschön aus.
Nach dieser Besichtigungstour war unsere erste Anlaufstelle Pizza Hut, was es erfreulicherweise in der Stadt gab und wo wir ordentlich zuschlugen. Ihr müsst euch das so vorstellen: Wenn man sich 4 Wochen nur von Reis, Curry und Chicken ernährt, ist so eine Pizza das Beste, was einem passieren kann und man weiß erstmal zu schätzen wie abwechslungsreich die deutsche Küche doch ist.
Gestern nahmen wir dann den weiten Weg nach Jaffna auf uns, eine Stadt im Nordzipfel Sri Lankas. Wir fuhren mit dem Zug und dieses Mal gab es sogar eine erste Klasse mit Sitzplatreservierung und Klimaanlage, die fast so gut war, wie bei uns die 2. Klasse und pro Person 1000 Rupees = 6 Euro kostete.
Am Nachmittag hatten wir noch etwas Zeit die Stadt zu erkunden. Jaffna selbst bietet wenig Sehenswürdigkeiten, deshalb lohnt es sich einfach die Stimmung der Stadt zu erleben, die sich so sehr vom Süden des Landes unterscheidet. Man fühlt sich eher in Indien als in Sri Lanka, welches auch nur 50km entfernt liegt. Modische Saris à la Bollywood in den Schaufenstern, plärrende Popmusik aus Südindien und nicht mehr singalesisch, sondern tamil wird hier gesprochen. Hinduistische Tempel dominieren hier das religiöse Leben und hin und wieder läuft eine Kuh oder eine Ziege mitten im Verkehr über die Straße.
Aber die Reste des Bürgerkrieges, der bis 2009 andauerte, sind leider nicht zu übersehen. Immermal wieder ist eine traurige Häuserruine mit Einschusslöchern zu finden, die nun Kinder zum Spielen nutzen.
Wir liefen also durch die Stadt, zum Holländischen Fort und zum größten Hindu-Tempel des Landes, wo mir ein Hindu lächelnd einen Punkt aus Pulver auf die Stirn drückte.
Besonders auffällig ist hier die Freundlichkeit der Menschen, die so gar nicht an Touristen gewöhnt sind und immer fröhlich grüßen, uns zuwinken oder uns einfach mit großen Augen anstarren.
Heute mieteten wir uns für den Tag einen Roller, um die Umgebung von Jaffna zu erkunden. Unsere Rollertour führte zu zahlreichen Hindu-Tempeln, am Meer entlang zu dünnbesiedelten Inseln und zum Point Petro, der nördlichste Punkt Sri Lankas. Wir genossen einfach die spaßige Fahrt mit dem Roller und die Stimmung der Umgebung. Braunschimmerne Fischernetze, im Wind schwankende Palmen, das gemächliche Leben in den Dörfern und das fromme Murmeln der Gläubigen in den Tempeln rief in mir ein Gefühl hervor, wirklich ganz weit weg von meinem normalen Leben und am Ende der Welt zu sein.
Dieser letzte Tag in Sri Lanka war wirklich ein ganz besonderer und ein super Abschluss.
Morgen wird es dan mit dem Zug um 6 Uhr in der Früh nach Colombo gehen, wovon unser Flug auf die Malediven geht. Ich melde mich von dort wieder bei euch.
Bis bald, eure Franzi :)

Anuradhapura:
received_1757057384567547.jpeg

received_1757057374567548.jpeg

received_1757057371234215.jpeg

received_1757057367900882.jpeg

received_1757057364567549.jpeg

received_1757057354567550.jpeg

received_1757057334567552.jpeg

Jaffna:
received_1757057324567553.jpeg

received_1757057317900887.jpeg
Kamil mit Jungs in Schuluniform

received_1757057311234221.jpeg
Am Fort

received_1757057291234223.jpeg

received_1757057281234224.jpeg

received_1757057257900893.jpeg

received_1757057201234232.jpeg

received_1757057181234234.jpeg
So hoch war das Wasser des Tsunamis 2004

received_1757057174567568.jpeg

received_1757057167900902.jpeg

received_1757057141234238.jpeg

received_1757057137900905.jpeg

Eingestellt von franzijacob 10:34 Kommentare (0)

Sonne, Strand und Haie


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo liebe Leser :)
die letzten Tage waren etwas entspannter, weil wir am Strand etwas relaxen konnten. Auf dem Weg zur Ostküste Sri Lankas machten wir noch eine kurze Pause in der Stadt Trincomalee, die einen Fort, einen schönen Ausblick aufs Meer und bunte Hindu-Tempel zu bieten hat. Sogar eine Kirche konnten wir besichtigen, die aber nicht so pompös war wie wir sie aus Deutschland kennen...
In der Mittagshitze bei 37 Grad spazierten wir ein wenig durch die Stadt und am Fort entlang. Die Stadt selbst fande ich um einiges schöner als die typischen Städte in Sri Lanka. Die Häuser waren nicht so heruntergekommen und in einigen Ecken hatte man sogar Ruhe von dem Verkehrslärm. Weiter ging es dann in ein kleines idyllisches Stranddorf am Arsch der Welt, wie man so schön sagt, namens Nilaveli. Nachdem der Bus die 15 Kilometer in einer Stunde geschafft hatte und wir in der Hitze schon fast am Sterben waren, konnten wir uns nun einfach an den Strand legen und entspannen. Wir waren eigentlich fast alleine am langen Sandstrand. Ein paar Einwohner plantschten fröhlich im Meer und riefen uns "Hey, how are you?" zu und hin und wieder schlenderte ein Touristenpaar am Meer entlang. Im Gegensatz zur Südküste waren die Wellen hier nicht so hoch, sodass wir auch weiter raus schwimmen konnten. Am nächsten Tag hatten wir einen kleinen Schnorcheltrip auf die 1km entfernte Pigeon Island geplant, die auch ein Nationalpark ist. In einem kleinen Boot wurden wir dorthin gebracht und verbrachten den Vormittag in der Unterwasserwelt. Das Riff bestand aus schillernden Korallen, aus vielen vielen bunten Fischen, aus Wasserschildkröten und zu meinem großen Schock auch aus Riffhaien, die bedrohlich ihre Kreise zogen. Zum Glück waren diese aber nur circa 1 Meter groß und nicht sehr viel an den Schnorchlern interessiert. Aber es war schon cool mal echte Haie live zu sehen.
Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder am Strand von Nilaveli und lernten in einem Sea Food Restaurant zwei Schweizer kennen, die auf Weltreise waren. Staunend hörten wir, dass sie sich einfach in der Schweiz abgemeldet hatten und nun 2 Jahre um die ganze Welt durch viele verschiedene Länder reisen wollen. Für mich im Moment noch etwas unvorstellbar gar kein richtiges "normales" Zuhause mehr zu haben, wohin man nach ein paar Wochen wieder zurückkehren kann...
Heute ging es dann mit dem Bus weiter wieder ins kulturelle Deieck nach Anuradhapura. Wir stellten jedoch nur unsere Koffer ins Hotel um direkt weiterzufahren nach Mihintale, damit wir morgen einen ganzen Tag für Anuradhapura haben werden. In Mihintale gelangt man über mehrere Treppen zu verschiedenen Ruinenstätten eines alten buddhistischen Klosters. Zwar nicht so groß und beeindruckend wie in Polonnaruwa aber doch sehr interessant. Ganz oben drohnt eine weiße Pagoda und ein weißer Buddha und man hat einen super Ausblick auf die Landschaft. Barfuß und mit einem Tuch für meine Beine war der Aufstieg jedoch etwas mühsam. Die Einwohner rennen übrigens immer mit Flip Flops oder einfach barfuß in der Stadt rum. Für sie ist das scheinbar schwer nachzuvollziehen, wenn man jeden Stein spürt, der sich in deinen Fuß bohrt.

Das nächste Mal werde ich mich das letzte Mal aus Sri Lanka melden, denn am Sonntag werden wir schon auf die Malediven fliegen.

Bis dann, eure Franzi :)

received_1755710201368932.jpeg

37ECDDBCFDAE614EE5598A26AA7E631B.jpeg

received_1755710191368933.jpeg

received_1755710188035600.jpeg
Trincomalee

received_1755710178035601.jpeg

received_1755710164702269.jpeg
Strand in Nilaveli

received_1755710154702270.jpeg

received_1755710151368937.jpeg

37F37CD5D4901F7C2E308F305D470121.jpeg

received_1755710081368944.jpeg

received_1755710084702277.jpeg

received_1755710071368945.jpeg

received_1755710064702279.jpeg

received_1755710054702280.jpeg
Mihintale

received_1755710158035603.jpeg
Ein typischer Straßenstand mit Obst und Getränken

Eingestellt von franzijacob 10:07 Kommentare (0)

Elefanten und Ruinen


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Huhu :)
die letzten Tage waren für uns sehr beeindruckend und wir blickten wieder auf die Geschichte Sri Lankas zurück.
Nachdem wir nun vorgestern in Habarana angekommen waren, um eine Elefanten-Safari im Minneriya-Nationalpark zu machen, fuhren wir gestern Vormittag nach Ritigala, weil die Safari erst um 14 Uhr stattfand.
Von Ritigala hatten wir nicht viel erwartet. Wir wollten nur nicht den ganzen Vormittag im Hotel hocken. Doch wir waren wirklich überrascht, was uns dort geboten wurde. Übersetzt bedeutet Ritigala "Fels der Sicherheit" und spielt darauf an, dass es im 9. Jh. als spirituelles Rückzugsgebiet galt. Ein König stiftete dort ein Kloster und eine Gruppe von buddhistischen Mönchen lebte dort zurückgezogen und die meiste Zeit meditierend. Fast 800 Jahre lag Ritigala vergessen im Jungle bis 1872 ein Brite auf Ruinen stieß, die man heute besichtigen kann.
Mitten im Jungle liegen nun die Klosterrunien, die man als Heilbad, als Bibliothek und Meditationsräume identifizieren kann. Immernoch sind kleine Elemente aus Stein erkennbar und der originale Weg zwischen den Ruinenteilen ist super begehbar. Für mich war es also wirklich unfassbar, dass wir uns auf den Fundamenten eines uralten Klosters bewegten.
Anschließend ging es dann endlich los mit einem Jeep in den Minneriya-Nationalpark. Die Landschaft ist dort ganz anders als im Yala-Nationalpark. Eine weite grüne Wiese und mittendrin ein großer blauer See, zu dem zu einer bestimmten Uhrzeit die Elefanten kommen sollten um sich zu waschen und zu trinken. Und nicht weit von diesem See entfernt trafen wir schon auf die ersten Elefanten, die damit beschäftigt waren mit dem langen Rüssel Gras ins Maul zu befördern. Beim genaueren Hinsehen entdeckten wir Babys, beschützt von der Mama und Milch trinkend. Die Elefanten waren nur 10 Meter von unserem Jeep entfernt und im natürlichen Lebensraum gefielen sie mir viel besser als mit Touristen auf dem Rücken.
Um halb 5 kamen schließlich alle Elefanten von allen Seiten zum See. Für mich bis jetzt immernoch ein Rätsel, wieso alle auf die Minute gleichzeitig kamen. Aber der Anblick war echt fantastisch, wie sie sich gegenseitig nasspritzten.
Nach der Safari ging es dann mit dem Bus weiter in die Stadt Polonnaruwa, wo wir heute Fahrräder leihten, um durch die "Ruinenstatt" zu fahren. Die verschlafene Provinzstatt könnte man heute als Naturidyll zwischen Ruinenmauern beschreiben, obwohl sie damals als zweite Hauptstadt eines Königreiches galt. Die Ruinen stammen aus dem 2. Jh. und wurden ebenfalls 1820 im Jungle entdeckt und freigelegt. Sie sind also über 800 Jahre alt!
Zuerst fuhren wir zum Palastbezirk, der mir gleich schon am besten gefiel. Dort erkennt man ein Bad, was früher mit Wasser aus dem angrenzenden Stausee gefüllt sein musste. Außerdem findet man dort die Audienzhalle, die Königliche Ratshalle und ein Pavillon auf dem Stausee.
Anschließend ging es weiter zu einem alten Tempel, wo früher einmal eine Zahnreliquie Buddhas aufbewahrt wurde. Heute sind noch Reste des Schreins zu sehen und die der Buddha-Figuren.
In der prallen Mittagshitze besuchten wir noch viele weitere Ruinen, wie zum Beispiel alte Tempel und Stupas, ein Hospital und Wohn- und Versammlungsräume der Mönche. Bis heute sind noch genaue Elemente, wie kunstvoll gearbeitete Löwen oder Krokodile aus Stein zu sehen, die das Gebäude damals schmückten.
Für mich war dieser Tag zwar sehr anstrengend aber dennoch beeindruckend mal die Geschichte eines asiatischen Landes zu sehen, die sich doch sehr von der Europas unterscheidet.

Bis bald, eure Franzi

received_1754404011499551.jpeg

received_1754404018166217.jpeg

received_1754404021499550.jpeg
Rigitale

received_1754403974832888.jpeg

received_1754403971499555.jpeg

received_1754403968166222.jpeg

received_1754403944832891.jpeg
Elefantensafari im Minneriya-Nationalpark

received_1754403921499560.jpeg

received_1754403911499561.jpeg

received_1754403881499564.jpeg

received_1754403894832896.jpeg

received_1754403844832901.jpeg

received_1754403838166235.jpeg
Ruinen in Polonnaruwa (das Fahrrad war echt ein Schrottteil! :) )

Eingestellt von franzijacob 07:42 Kommentare (0)

Ein exotischer Geburtstag


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo ihr Lieben :)
Die letzten 2 Tage haben wir in Dambulla, Aukana und Sigiriya verbracht, drei Städte im kulturellen Dreieck Sri Lankas.
Dambulla ist bekannt für seine Höhlentempel, wohin gestern unser Weg führte. Die Grotten liegen an einem felsigen Bergrücken und sind über steile Treppen erreichbar, die uns ins Schwitzen brachten. Die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel und machte die ganze Sache sehr anstrengend. Oben angekommen konnten wir 5 Grotten besichtigen, wo überall lebensgroße Buddhastatuen zu sehen sind. In der ersten Grotte ist der 15m lange liegende Buddha zu sehen. Die schwache Beleuchtung und Frauen in Saris, die betend Blumen vor der Statue ablegten, sorgten für eine ruhige und andächtige Stimmung. Wieder band uns ein Mönch ein Armband um, dabei ein paar singalesische Worte murmelnd.
Die zweite Grotte hat mir am besten gefallen. Sie ist die größte und mit 60 lebensgroßen Statuen und einer Stupa die interessanteste. Außerdem zieren Wandmalereien die Decke und Wände, die Szenen aus dem Leben Buddhas darstellen. Die letzte Grotte mag etwas kitschig erscheinen mit vielen bunten Lichtern usw. aber nichtsdestotrotz hat der Blick Buddhas für mich immer etwas beruhigendes und friedliches.
Mit dem Tuk-Tuk ging es dann weiter in ein kleines Dorf namens Aukana, wo das beste Beispiel srilankanischer Steinmetzkunst zu bewundern ist, der stehende Aukana-Buddha. Trotz 13m Höhe wirkt der freistehende Buddha doch recht anmutig und das breite Gesicht drückt wieder Ruhe und Gelassenheit aus.
Da gestern mein Geburtstag war, schenkte mir Kamil einen Elefantenritt, den wir in Sigiriya machten. Ich kann euch sagen, ein Elefant ist wirklich unglaublich groß, was man besonders spürt, wenn man oben drauf sitzt. Trotzdem hat man keine Angst, weil man die Kraft des Elefanten fühlt und man stabil und nicht wacklig getragen wird. Auch die Haut des Tieres fühlt sich anders an als ich gedacht habe. Die paar Haare auf seinem Kopf sind hart wie Borsten und die Haut dick, rau und irgendwie hart. Zwar hat man nicht das Gefühl, dass man dem Elefanten weh tut, weil die Haut extrem dick ist, aber er wirkte doch irgendwie unglücklich, jeden Tag so viele Touristen herumzutragen. Die Erfahrung war echt cool, aber ich würde es zum Wohle des Tieres nicht nochmal machen.
Den Abend verbrachten wir an der Poolbar, wo mich noch eine kleine Überraschung erwartete. Kamil hatte wohl heimlich eine Torte organisiert, die wir mit anderen europäischen Touristen (aus Belgien, Frankreich, Spanien und England) und mit dem ein oder anderen Cocktail verspeisten.
Auch Angestellte aus dem Hotel waren dabei, auch europäische Studenten, die dort in den Semesterferien jobben. Der Abend war echt lustig und wir tauschten uns viel über die Reise durch Sri Lanka aus.
Heute ging es wieder nach Sigiriya, der als der spektakulärste Ort der Insel gilt. Ein 200m hoher Fels ragt aus der flachen Ebene hinaus und bietet oben Ruinen einer alten Festung und weite Ausblicke. Schweißtreibende Treppen, Affen, die meine Kekse klauten, Hornissenneste am Fels, ein hoher Eintrittpreis (30 Dollar pro Person!) und Händler, die einen ständig abzocken wollten, hielten uns aber dennoch nicht davon ab hinaufzusteigen. Am Fuß des Felsens liefen wir durch Reste eines Lustgartens, wo noch gut Wasserspiele erkennbar waren. Die ersten Treppen geschafft gelangt man zu den sogenannten Wolkenmädchen, halbnackte Frauen in einen Felseinschnitt gemalt. Sie gelten als die berühmtesten Wandmalereien Sri Lankas und symbolisieren die himmlischen Gespielinnen der Götter, die sie mit Musik, Gesang und Sex unterhalten. Deshalb gilt die Felsenfeste Sigiriya auch als einen himmlischen Palast.
Nach weiteren Treppen gelangten wir schließlich zu einem Plateau, wo wir uns eine kurze Verschnaufspause gönnten. In Ruhe konnten wir zwei kolossale Löwenpranken aus Stein begutachten, die den nächsten Treppenaufgang markieren.
Oben auf dem Felsen angelangt liefen wir mitten durch die Fundamentreste der ältesten existierenden Palastanlage Sri Lankas. Die verschiedenen Bereiche des Palastes grenzen an ein großes Wasserbecken, das aus dem Fels geschlagen wurde.
Es war so windig, dass wir wirklich aufpassen mussten, nicht vom Felsen geweht zu werden. :D
Nach diesem beeindruckenden Erlebnis packten wir unsere Sachen und fuhren weiter mit dem Bus nach Habarana, wo wir jetzt müde im Bett liegen.

Bis bald, eure Franzi

received_1753617034911582.jpeg

3473FBF6E263D7A46D5C9827711DA344.jpeg

received_1753616938244925.jpeg
Höhlentempel in Dambulla

received_1753616871578265.jpeg
Steinbuddha in Aukana

received_1753616748244944.jpeg

received_1753616764911609.jpeg

received_1753616848244934.jpeg

received_1753130204960265.jpeg
Elefantenritt in Sigiriya

received_1753616638244955.jpeg
Lustgarten am Fuß des Felsens

received_1753616588244960.jpeg

received_1753616514911634.jpeg
Die Löwenpranken

received_1753616394911646.jpeg
Hornissenneste

received_1753616391578313.jpeg
Die Wandmalereien: die Wolenmädchen

received_1753616438244975.jpeg
Affe mit Baby

received_1753616458244973.jpeg
Ruinenreste des Palastes auf dem Felsen

IMG-20160902-WA0000.jpg
Meine Geburtstagstorte :)

Eingestellt von franzijacob 09:15 Kommentare (0)

Die Königsstadt Kandy


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hey :)
Nachdem wir nun in Kandy angekommen waren, besichtigten wir am nächsten Tag die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt: Sri Dalada Maligawa, Tempel des Heiligen Zahns. Er heißt so, weil in einem Schrein ein Eckzahn Buddhas aufbewahrt wird. Vor dem Wahrzeichen Kandys breitet sich der Kandy-See aus und im Hintergrund sind bewaldete Berge zu sehen.
Die Gläubigen laufen zusammen in den Tempel hinein (natürlich barfuß und in bedeckter Kleidung) und legen Blumen vor dem Heiligen Schrein ab. Der Schrein selbst ist beschmückt und ein goldener Buddha schaut beruhigend auf die Besucher hinab. Im Außenbereich werden Lichter und Räucherstäbchen angezündet. Die Stimmung ist trotz der vielen Besucher feierlich, friedlich und irgendwie beruhigend.
Nach dieser Besichtigung machten wir nicht mehr so viel, weil es Kamil immernoch nicht super ging. Wir liefen noch zum British Garrison Cemetery, ein Britischer Garnisionsfriedhof und zu einem kleinen Aussichtspunkt, wovon man auf die Stadt Kandy und auf den See mit dem Tempel schauen konnte.
Heute Vormittag fuhren wir dann mit dem Tuk-Tuk zum Botanischen Garten, der zweitgrößte Asiens, weshalb wir auch 3-4 Stunden darin verbrachten. Einen Gewürzgarten, einen Orchideengarten, einen Blumengarten und Alleen aus Palmen und Kanonenkugelbäumen gibt es dort zu sehen. Auch der Riesenbambus und sogenannte Flughunde (Fledermäuse, die oben in den Bäumen hängen) sind hier zu Hause. Des öfteren wurden wir von einer Horde Affen überrascht, die auf der Suche nach Essensresten waren.
Nach dem Rundgang ging unsere Reise mit dem Bus weiter in die Stadt Dambulla, wo wir die nächsten 2 Tage verbringen werden.

Bis bald, eure Franzi

received_1752759844997301.jpeg

received_1752760151663937.jpeg

received_1752760134997272.jpeg

received_1752760278330591.jpeg

received_1752760254997260.jpeg

received_1752759841663968.jpeg
Der heilige Schrein mit dem Zahn Buddhas

received_1752760174997268.jpeg

received_1752760024997283.jpeg

received_1752760428330576.jpeg

received_1752760044997281.jpeg
Der Britische Garnisionsfriedhof

CA5B3AD6DBECF8CB16C756D8C4F504C2.jpeg
Reissäcke am Markt

received_1751921195081166.jpeg

received_1751921195081166.jpeg

received_1752759888330630.jpeg

received_1752760061663946.jpeg

received_1752759948330624.jpeg

received_1752759934997292.jpeg

received_1752759968330622.jpeg

received_1752760158330603.jpeg

received_1752760118330607.jpeg

received_1752760004997285.jpeg
Im Botanischen Garten

Eingestellt von franzijacob 08:02 Kommentare (0)

On the way to Kandy


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo liebe Leser,
am Samstag Vormittag noch in Haputale fuhren wir mit dem Tuk-Tuk zum bekannten Adisham-Kloster, St. Benedict's Monastery. Der wuchtige Klosterbau wurde während der Kolonialzeit von Sir Thomas Villiers erbaut. Der Brite errichtete es 1931 und nun ist es im Besitz des Benediktinerordens. Einige Räume konnten wir besichtigen.
Am Mittag ging es weiter mit dem Zug in die wohl kälteste Region Sri Lankas, nach Nuwara Eliya.
Die höchste gelegene Stadt der Insel erinnert viel an die Zeit des untergegangenen Empires, wie das Grand Hotel, der Golfplatz und die Pferderennbahn mitten in der Stadt, aber leider auch das Wetter. Frostige 14 Grad, dicker Nebel und Regen erwarteten uns bei unserer Ankunft. Die Kälte und Feuchtigkeit drang durch jede Ritze unseres Cottages, aber zum Glück hatten wir eine kleine Heizung, die wir nun statt einer Klimaanlage brauchten.
Wir spazierten ein wenig im Zentrum der Stadt herum, durch den Bale Bazaar, den Victoria Park bis zum großen See "Lake Gregory". Die Wanderung auf den mit 2500m höchsten Berg Sri Lankas, den Pidurutalagala, ließen wir bei diesem Wetter aus. Dafür fuhren wir noch zu einem Hindu-Tempel, wo wir die absolute Attraktion für die Hindus waren. Sofort mussten wir mit auf ein Gruppenfoto und Kinder machten begeistert Selfies mit mir. :D
Heute ging es dann endlich weiter mit dem Bus nach Kitulgala. Die Busfahrten lassen sich so ähnlich wie die Zugfahrten in Sri Lanka beschreiben. Die Busse sind voll, nicht sehr komfortabel und scheinen aus dem letzten Jahrhundert zu sein. Stauraum für Gepäck gibt es kaum. Jedoch wird es während der Fahrt nie langweilig. Man wird lautstark von indischer Musik beschallt, Händler steigen ein und aus, um exotische Knabbereien zu verkaufen und der Passagier von nebenan fragt, was man denn von Sri Lanka halte und woher man komme. Germany wird übrigens immer mit "good football" kommentiert. Da auch hier die Türen offen gelassen werden, kommt zum Glück immer ein warmer Luftstrom hineingeweht.
Wildwasserrafting war der Grund, warum wir die Fahrt nach Kitugala auf uns genommen hatten. Kamil und ich teilten uns ein großes Boot mit 2 Guides, die uns sagten, was wir zu tun hatten. Und schon ging es los in dem wilden Fluss. Ich muss gestehen, vorher hatte ich etwas Angst, aber es hat wirklich Spaß gemacht. Am Ende der Fahrt sprangen wir in den Fluss und ließen uns mit der Strömung treiben, nachden uns mehrmals versichert wurde, dass es auch wirklich keine Krokodile gab.
Nach dem Rafting ging es Kamil leider sehr schlecht. Er klagte über Übelkeit und Bauchschmerzen und sah wirklich kreidebleich aus, weshalb wir sofort einen Arzt aufsuchten.
Trotzdem schafften wir es letztendlich noch in die Stadt Kandy, die wir morgen gründlich besichtigen werden.

Bis dann, eure Franzi

received_1751921185081167.jpeg
Das Adisham-Kloster

received_1751921158414503.jpeg

received_1751921145081171.jpeg

received_1751921148414504.jpeg
Der Hindu-Tempel

received_1751921151747837.jpeg
Lake Gregory

received_1751921095081176.jpeg
Im Victoria Park

received_1751921068414512.jpeg

90_20160829_123559.jpg
Wildwasser-Rafting

Eingestellt von franzijacob 09:18 Kommentare (0)

In den Bergen Sri Lankas


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Huhu :)
die letzten Tage waren sehr anstrengend und wir liegen jetzt so ziemlich kaputt im Hotelzimmer. In Ella haben wir zwei Deutsche aus Stuttgart in unserem Alter kennengelernt, mit denen wir gestern zum Little Adam's Peak gewandert sind. Die Wanderung gilt als die schönste und populärste in der Umgebung von Ella und das war sie auch! Der Weg führt durch eine Teeplantage und einen steilen Anhang hinauf. Der Gipfel eröffnet herrliche Ausblicke auf Ella und die Berglandschaft. Obwohl das Klima in dieser Gegend nicht mehr ganz so heiß ist wie im Rest des Landes, schwitzten wir bei diesem Aufstieg aus jeder Pore, weil es immernoch schwül ist. Auf dem Rückweg liefen wir an der Newburgh Green Tea Factory vorbei, die wir eigentlich besichtigen wollten. Aber aus unerklärlichen Gründen hatten sie im Moment leider keine Teeblätter, weshalb wir nur den Tee probierten. Weiter ging es dann auf den Bahngleisen zur sogenannten Nine Arches Bridge, die mich ein wenig an Harry Potter erinnerte. ;) Mit Einwohnern und anderen Touristen liefen wir weiter auf den Bahngleise, die nach Ella hineinführen. Den Zug hörten wir rechtzeitig und wir sprangen dann schnell zur Seite. Aus deutscher Sicht mag das vielleicht etwas gefährlich klingen, aber dies gilt dort als ganz normaler Weg. Außerdem lässt sich die Geschwindigkeit des Zuges auch nicht mit der eines deutschen ICEs vergleichen.
In Ella angekommen aßen wir etwas und entschieden uns anschließend noch 2km zu einem Wasserfall zu laufen, weil wir noch Zeit hatten bis es dunkel wurde (hier wird es schon um 18 Uhr dunkel). Irgendwann kamen wir jedoch in einen Jungle, was eigentlich nicht geplant war. Ein Einwohner führte uns dann schließlich zum Wasserfall, also eigentlich auf den Wasserfall, natürlich mit dem Hintergedanken von uns dafür Geld zu bekommen.
Aber es war wirklich cool auf diesen Felsen zu stehen, wo normalerweise das Wasser entlang rauscht. Der Wasserfall existiert nämlich nur in der Regenzeit.
Heute ging es dann schon sehr früh weiter in den Nationalpark Horten Plains. Das ist der einzige Nationalpark in Sri Lanka, in den man zu Fuß hineindarf. Wir teilten uns mit den zwei Deutschen einen Autobus, denn so war es billiger. Der Fahrer brachte uns sicher dorthin, obwohl sich die Straße als enger, holpriger Serpentinenweg entpuppte. Dort angekommen mussten wir zuerst lange Hosen und Jacken auspacken, weil uns die frische Temperatur und dicker Nebel erwartete. Nach einer Woche schwüler Hitze war das jedoch eine willkommene Abwechslung. Wir nahmen die Route zum "Must See" The World's End. Je länger wir liefen, desto weniger wurde der Nebel, aber der frische Wind blieb. Die Wolken, das hohe Gras und die hügelige Hochebene lässt sich gut mit schottischen Gebieten vergleichen. Früher nutzten die Engländer die Gegend um Leoparden und Elefanten zu jagen. Doch heute haben wir nur Hirsche und Eichhörnchen gesehen. Angekommen auf dem Gipfel World's End machte sich eine atemberaubende Landschaft vor uns breit. 870m ging es dranatisch steil vor unseren Augen herunter, im Tal schlängelte sich ein blauer Fluss entlang und die Gipfel der anderen grünen Berge waren im Nebel verborgen. Das ganze hatte irgendwie etwas Zauberhaftes.
Auf dem Rückweg kamen wir noch an den Baker's Falls vorbei.
Weiter ging es dann mit dem Autobus in die Stadt Haputale. Ich denke jeder von euch kennt die Teebeutel mit dem markanten gelben Label und der roten Schrift. In aller Welt ist der "Lipton Tea" verbreitet und Haputale liegt direkt in Liptons unglaublich großen Teeplantagen. Unser Fahrer fuhr uns gleich hinauf zu dem knapp 2000m hohen Lipton's Seat, von dem sich ein herrlicher Ausblick bietet. Lipton selbst liebte diesen Ort, weshalb er nach ihm benannt ist. Wieder eine enge, schlechte Straße hinauf, mitten durch die Teeplantagen. Wir sahen Frauen mit großen Körben auf dem Rücken, die die Teeblätter pflückten. Anschließend besichtigten wir noch die Teefabrik. Uns wurde genau vor Augen geführt, wie aus den Teeblättern wirklich Tee gemacht wird, hier Schwarztee.
Ich denke, dieser Tag war wirklich einer der schönsten Tage unserer Reise wegen dem beeindruckenden Landschaftsbildern.

Bis dann, eure Franzi

IMAG3476.jpg
Zum Little Adam's Peak mit Max und Stefan

IMAG3473.jpg

IMAG3508.jpg

IMAG3518.jpg
Die Nine Arches Bridge

IMAG3536.jpg
Ein Einwohner auf dem Wasserfall

IMAG3574.jpg

IMAG3589.jpg
Wanderung zu World's End in den Horton Plains

IMAG3600.jpg
Baker's Falls

IMAG3624.jpg

IMAG3630.jpg

IMAG3633.jpg

IMAG3646.jpg

IMAG3652.jpg

IMAG3655.jpg
Teeplantagen und Lipton's Seat in Haputale

IMAG3656.jpg
Die Teefabrik

Eingestellt von franzijacob 07:32 Kommentare (0)

Strand, Safari und Berge


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo aus dem Hochland :)
die letzten Tage waren sehr abwechslungsreich, wovon ich euch heute berichten werde.

Gestern haben wir den Vormittag noch am Strand von Mirissa verbracht. Die Wellen waren wieder so hoch, dass wir uns ein kleines Brett gemietet haben und somit auf den Wellen "reiten" konnten. Das hat echt Spaß gemacht.
Nach einem kleinen Snack sind wir mit einem Autobus weiter nach Tissamaharama gefahren. In der Stadt selbst gibt es nichts besonderes zu sehen außer die schneeweiße Große Dagoba, die für die Buddhisten zu den 16 heiligsten Orten des Landes zählt.
Der eigentliche Grund, weshalb wir nach "Tissa" gefahren sind, war, dass wir im nächstgelegenen und größten Nationalpark Sri Lankas eine Safari-Tour machen wollten.
Um 5 Uhr in der Früh ging es los in einem großen Jeep für 6 Personen in den Yala-Nationalpark (doch wir waren nur zu viert mit 2 Spanierinnen).
Man hat sich wirklich beinahe gefühlt wie in Afrika. Der Jeep schaukelte uns durch eine Savanne, durch Schlammlöcher, an Seen vorbei mit Krokodilen und Pelikanen. Sogar 3 Leoparden bekamen wir zu Gesicht, die faul unter Bäumen vor sich hin dösten.
Ansonsten sahen wir noch haufenweise kleine Äffchen, einen Pfau, Wildschweine und Wasserbuffalos. Die Tiere lassen sich durch die Jeeps und die vielen Menschen, die eilig Fotos schießen nicht aus der Ruhe bringen. Aber ich hab mich trotzdem gefragt, ob sie nicht dadurch irgendwie doch gestresst werden, wenn so viele Menschen täglich in das Gebiet kommen. Elefanten haben wir leider keine gesehen. Unser Jeep-Fahrer meinte, die zeigen sich eher am Abend.

Nach diesem Erlebnis nahm uns jemand mit dem Auto mit nach Ella, ein kleines Städtchen im Hochland Sri Lankas. Auf dem Weg machten wir an der Serpentinenstraße eine kleine Pause um die 100m hohen Rawana Ella Falls zu bestaunen. Die Einwohner nutzen das Wasser um zu "duschen" und die Touristen nehmen eine erfrischende Abkühlung. Hin und wieder stielt einer der Affen etwas von den nächstgelegenen kleinen Ständen.
Die Gegend ein komplettes Gegenteil zum Nationalpark. Berge erstrecken sich vor uns, alles ist grün und das Klima ist etwas angenehmer, immer noch schwül warm, aber keine Hitze mehr, die dir den Nacken verbrennt.
Da wir schon um 16 Uhr in Ella angekommen waren, entschieden wir uns dazu noch zur einer Höhle und einem Tempel zu wandern. Die sogenannte Rawana-Ella-Höhle erreichten wir nach schweißtreibenden 600 Treppenstufen + Wanderwegen. Anschließend gingen wir ein paar Meter weiter zu dem dazugehörigen kleinen buddhistischen Tempel. Ein Einwohner klärte uns ein wenig über die Buddha-Statuen und über den Glauben auf, was ich bei den Fotos beigefügt habe.

Bis dann, eure Franzi

63EEBE77DAA184134D1C7E0E71DAB90D.jpeg

received_1749755605297725.jpeg
Der Wasserfall

received_1749755538631065.jpeg
In der Höhle

63FDC6A9018FC644BB4CE095D7239582.jpeg

received_1749756461964306.jpeg
Die 3 Positionen Buddhas: meditierend, stehend und liegend. In dem Fall schlafend weil die Augen geschlossen sind. Wenn sie geöffnet sind, ist er tot.

6414EE6F9A0A716DBADF8FD869241E22.jpeg
Der Bodhibaum. Er wird so hoch verehrt, weil Buddha friedliche und glückliche Gedanken bekommen hat, als er das erste Mal darunter meditiert hat.

641AB40493BEE8F74B7F727DDFC0DA83.jpeg
Die Zubereitung des traditionellen Rotti (Teig mit verschiedenen Dingen gefüllt, so ähnlich wie Pfannkuchen)

Eingestellt von franzijacob 09:49 Kommentare (0)

Ab in den Süden!


View Sri Lanka & Malediven 2016 auf franzijacob's Reise-Karte.

Hallo ihr Lieben :)
Wir sind nun im Süden Sri Lankas, aber der Weg von Colombo in die Stadt Galle war dramatischer als wir gedacht haben...
In Colombo entschieden wir uns besser die 1,5 Stunden mit dem Zug zurückzulegen, denn das erschien uns bequemer als mit dem Bus. Naja... falsch gedacht! Wir kauften ein Ticket für die 2. Klasse, wo es keine Sitzplatzreservierung gab und dementsprechend auch keine freien Sitzplätze mehr. Nachdem der Zug erstmal 1 Stunde zu spät kam, quetschten wir uns hinein und standen somit 2,5 Stunden und nicht wie angegeben 1,5 Stunden in tropischer Hitze zwischen einer Menschenmasse. Die Türen werden grundsätzlich aufgelassen und der ein oder andere Einwohner setzt sich einfach in die offene Tür. Gar nicht so dumm, wie wir schließlich dann fanden. Dort wehte ein angenehmes Lüftchen und man hatte Ausblick auf das vorbeirauschende Meer.
Wir fragten uns aber, wenn das die 2. Klasse war, wie sollte dann die 3. Klasse sein, die es auch noch gab? Aber auf so Dinge sollte man stets vorbereitet sein in Südostasien.

Als das endlich überstanden war, kamen wir in der Stadt Galle an. Sie entpuppte sich als völlig anders als Colombo. Viel touristischer und ruhiger. Die Touristen schländern durch die Straßen, kaufen an Ständen Souvenirs oder lassen sich in einem Restaurant nieder, wo überall Seafood oder traditionelles Curry angeboten wird.
Wir entschlossen uns dazu mit dem Tuk-Tuk zum nächsten Strand zu fahren und dort den Nachmittag zu verbringen. Von dem Besitzer unseres Hotels bekamen wir einen Geheimtipp, wo es wirklich leer und wunderschön war. Da jetzt jedoch bald die Monsoonzeit ansteht, sind die Wellen im Süden schon sehr hoch, weshalb man nicht so weit ins Wasser gehen sollte.

Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen Frühstück mit zahlreichen exotischen Früchten machten wir uns auf den Weg die Stadt Galle zu erkunden. Zuerst zur Befestigungsanlage und zum Fort, der sich an der Küste kilometerlang erstreckt und wo eine angenehme Brise weht. Er wurde damals von den Holländern und deren Sklaven errichtet und lädt heute zu einem Spaziergang ein. Wo hier noch hauptsächlich Touristen entlang schländern und eine angenehme Ruhe herrscht, so sieht es am weiter entfernten Dutch Market schon wieder ganz anders aus: dichter Verkehr, indische Musik dröhnt aus verschiedenen Läden und Straßenstände stehen dicht an dicht, wo die Händler mit fremder Sprache ihre Waren anpreisen. Obst, Fisch und allerlei Krimskrams kann man dort erwerben. Schuster und Markfrauen sitzen an der Straße. Und manchmal lädt der ein oder andere Einwohner sogar ein wenig zu plaudern ein. Zu meinem großen Erstaunen können manche doch tatsächlich deutsch, weil sie mal in Deutschland gelebt haben und freuen sich über ein kurzes Gespräch.

Nach dieser kleinen Besichtigungstour stiegen wir dieses Mal in den Bus und fuhren in die kleine Stadt Mirissa, wo man nochmal ausgiebig Sonne, Strand und Meer hat. So haben wir uns nach einem erfrischenden kleinen Regenschauer direkt zum Strand aufgemacht und dort den Rest des Tages verbracht.
Das nächste Mal melde ich mich aus dem Nationalpark bei euch.
Bis dann, eure Franzi

received_1748537595419526.jpeg
received_1748537642086188.jpeg
received_1748537695419516.jpeg
Im Zug

received_1748537525419533.jpeg
received_1748537328752886.jpeg
Am Strand

received_1748848598721759.jpeg
Unser Frühstück

received_1748847898721829.jpeg
received_1748848448721774.jpeg received_1748848518721767.jpeg received_1748848528721766.jpeg
Am Fort

received_1748537562086196.jpeg
Ein Tuk-Tuk. Das macht wirklich Spaß damit zu fahren! ;)

received_1748848152055137.jpeg received_1748848175388468.jpeg received_1748848165388469.jpeg received_1748848158721803.jpeg
Am Dutch Market

received_1748848305388455.jpeg
Ein Einwohner, der Edelsteine schleift

Eingestellt von franzijacob 08:43 Kommentare (0)

(Einträge 1 - 10 von 13) Seite [1] 2 »